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Betrug mit gefälschten Kopfhörern in Wien: Polizei ermittelt weiter

Foto: Envato Elements

Ermittlern der Wiener Polizei ist es gelungen, einem 18-jährigen Tatverdächtigen mehrere Betrugshandlungen im Zusammenhang mit gefälschten kabellosen Kopfhörern nachzuweisen. Die Taten sollen sich zwischen August und Dezember 2025 über eine Internetplattform ereignet haben.

Anzeige eines Käufers löst Ermittlungen aus

Ausgangspunkt der Ermittlungen war die Anzeige eines Käufers, der nach dem Erwerb feststellte, dass es sich bei den gelieferten Kopfhörern um eine Fälschung handelte. Daraufhin erstattete er Anzeige bei einer Polizeiinspektion.

Die weiteren Ermittlungen wurden von einem Kriminalsachbearbeiter der Polizeiinspektion Deutschmeisterplatz geführt. Im Zuge umfangreicher Nachforschungen konnten dem Tatverdächtigen insgesamt neun Betrugshandlungen zugeordnet werden. Die gefälschten Produkte wurden über eine Internetplattform angeboten und zu Preisen von mehreren hundert Euro verkauft.

Festnahme bei weiterem Verkaufsversuch

Bei einem weiteren Verkaufsversuch konnten Beamte der Polizeiinspektion Kärntnertorpassage den Verdächtigen am Opernring vorläufig festnehmen.

Bei der Personsdurchsuchung stellten die Polizisten fünf kabellose Kopfhörer sicher. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde anschließend eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Dabei wurden acht weitere gefälschte Kopfhörer sowie gefälschte Rechnungen sichergestellt.

Der Beschuldigte verweigerte die Aussage. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er auf freiem Fuß angezeigt. Die Ermittlungen dauern an, da der Verdacht besteht, dass weitere Betrugshandlungen vorliegen könnten.

Vorsicht bei Online-Käufen

Der Fall zeigt, dass gefälschte Elektronikprodukte weiterhin über Onlineplattformen in Umlauf gebracht werden. Käufer sollten insbesondere bei vermeintlichen Markenprodukten vorsichtig sein, wenn:

  • der Preis deutlich unter dem üblichen Marktwert liegt
  • keine originalen Rechnungen oder Garantienachweise vorliegen
  • der Verkauf über private Treffpunkte statt über geprüfte Händler erfolgt

Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, Produkte direkt bei autorisierten Händlern zu erwerben. So lässt sich das Risiko von Betrug oder Produktfälschungen deutlich reduzieren.