Rund um das Donauinselfest führte die Wiener Polizei am 29. Mai 2026 eine ganztägige Schwerpunktaktion auf der Donauinsel, in der Lobau und im Bereich der Alten Donau durch. 26 Exekutivbedienstete kontrollierten gemeinsam mit Kräften der Polizeidiensthundeeinheit sowie Mitarbeitern der Magistratsabteilungen 45 und 49 den gesamten Bereich des 22. Bezirks.
Alkohol, Suchtgift, Tempo — die Bilanz
Bei 334 angehaltenen Fahrzeugen wurden 280 Alkovortests durchgeführt. In neun Fällen war ein Alkotest notwendig. Drei Beispiele aus der Einsatzbilanz zeigen das Spektrum der festgestellten Verstöße: Ein 38-jähriger Pkw-Lenker auf der Quadenstraße wies eine Alkoholisierung von 0,86 Promille auf. Auf der Schüttaustraße wurde ein suchtgiftbeeinträchtigter Lenker aus dem Verkehr gezogen. Am Kaisermühlendamm wurde ein 69-jähriger Pkw-Lenker mit 94 statt der erlaubten 50 km/h gemessen.
Insgesamt wurden 153 Verkehrsübertretungen festgestellt, sechs Führerscheine wegen Alkohol-, Suchtgift- oder Geschwindigkeitsdelikten vorläufig abgenommen und fünf Strafverfügungen vom Schnellrichter ausgestellt. 57 Organmandate in der Gesamthöhe von 2.062 Euro wurden eingehoben.
Manipulierte E-Scooter und Suchtmittel
Zwei manipulierte E-Scooter wurden sichergestellt, deren Besitzer angezeigt. Zudem wurden zwei Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz erstattet und Cannabis sichergestellt.
Bürgerkontakt im Mittelpunkt
Neben den Kontrollen führten die eingesetzten Beamten 30 Kontakt- und Informationsgespräche mit Bürgerinnen und Bürgern sowie 71 Identitätsfeststellungen durch. Die Aktion umfasste auch Kontrollen zur ordnungsgemäßen Hundehaltung und zur Überwachung kritischer Infrastruktur.
Was Besucherinnen und Besucher wissen sollten
Großveranstaltungen wie das Donauinselfest bedeuten erhöhte Polizeipräsenz — auch im Umfeld. Worauf es ankommt:
- Alkohol und Fahrzeug vertragen sich nicht — auch geringe Mengen beeinträchtigen die Reaktionsfähigkeit
- E-Scooter nur in unmanipuliertem Originalzustand verwenden — Kontrollen finden statt
- Tempolimits gelten auch bei wenig Verkehr — besonders im Freizeitbereich mit Fußgängern und Radfahrern
- Bei Fragen oder Auffälligkeiten: Polizei ansprechen oder Notruf 133
