Mit dem Start der E-Scooter-Saison tritt ab 1. Mai 2026 eine neue Regelung in Kraft: Unter 16-Jährige müssen beim Fahren verpflichtend einen Helm tragen. Die Zahlen der vergangenen Monate zeigen, warum diese Maßnahme überfällig war.
Unfallzahlen steigen — besonders bei Kindern
Im ersten Halbjahr 2025 verletzten sich österreichweit 1.125 E-Scooter-Fahrerinnen und -Fahrer bei Straßenverkehrsunfällen, zwei Menschen kamen ums Leben. Besonders auffällig: Nur 7 Prozent der Verunfallten trugen einen Helm. Bei Kindern unter 12 Jahren waren es immerhin 17 Prozent — zum Vergleich: Bei gleichaltrigen Radfahrerinnen und Radfahrern lag die Helmquote bei 66 Prozent.
Am stärksten gestiegen sind die Unfallzahlen in der Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen. Ihre Zahl hat sich innerhalb eines einzigen Jahres mehr als verdoppelt — von 123 auf 252 Verletzte. (Quelle: Statistik Austria)
Über 3.000 E-Scooter gestohlen
Parallel zu den Unfallzahlen wächst auch das Diebstahlrisiko. Laut aktuellem Bericht des Bundesministeriums für Inneres wurden österreichweit 3.233 Eigentumsdelikte im Zusammenhang mit E-Scootern registriert. Mehr als 1.500 davon waren einfache Diebstähle, weitere knapp 1.500 ereigneten sich trotz Sicherung oder aus versperrten Räumen. Hinzu kommen fast 100 Fälle von Sachbeschädigung. (Quelle: BMI & KFV)
Was E-Scooter-Fahrerinnen und -Fahrer wissen sollten
- Ab 1. Mai 2026 gilt Helmpflicht für alle unter 16 Jahren
- Helm schützt — aber nur 7 % der Verunfallten trugen einen
- E-Scooter gelten rechtlich als Trendsportgeräte — Unfälle auch am Arbeitsweg zählen als Freizeitunfälle
- Wer einen Unfall verursacht, haftet in Österreich persönlich und unbegrenzt
- E-Scooter mit Schloss sichern — Diebstahl passiert auch aus versperrten Räumen
- Kinder und Jugendliche gezielt über Risiken und neue Helmregelung informieren
