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Nachbarschaftsstreit eskaliert in Wien-Donaustadt: Mann stürmt mit Messer in Wohnung — festgenommen

Foto: Envato Elements

In Wien-Donaustadt eskalierte am Samstag, dem 6. Juni 2026, gegen 19:00 Uhr ein Nachbarschaftsstreit in der Anton-Sattler-Gasse so weit, dass ein Mann mit einem Messer in die Wohnung seines Nachbarn stürmte. Beide Männer wiesen eine Alkoholisierung von rund zwei Promille auf.

Erster Angriff an der Wohnungstür

Ein 57-jähriger Mann suchte seinen 44-jährigen Nachbarn auf, um ein klärendes Gespräch zu führen. Als der 44-Jährige die Tür öffnete, schlug er dem 57-Jährigen unvermittelt mit der Faust ins Gesicht, holte ein Messer, bedrohte ihn mit dem Umbringen und zog sich dann in seine Wohnung zurück.

Zweiter Angriff — diesmal in fremder Wohnung

Der 57-Jährige begab sich zu einem weiteren Nachbarn. Gemeinsam kontaktierten sie den 44-Jährigen telefonisch, um eine Aussprache zu vereinbaren. Als die Wohnungstür geöffnet wurde, stürmte der 44-Jährige unvermittelt in die Wohnung, schlug erneut auf den 57-Jährigen ein und zog abermals ein Messer. Der dritte Nachbar trennte die Männer voneinander und verständigte die Polizei.

Festnahme und Waffenverbot

Der 44-Jährige wurde von den einschreitenden Beamten vorläufig festgenommen und angezeigt. Gegen ihn wurden ein vorläufiges Waffenverbot sowie ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen. Das Messer wurde sichergestellt. Der 57-Jährige erlitt eine Prellung am Finger sowie eine Rissquetschwunde im Gesichtsbereich und wurde von der Berufsrettung Wien in ein Krankenhaus gebracht.

Was dieser Fall zeigt

Nachbarschaftskonflikte können eskalieren — besonders wenn Alkohol im Spiel ist. Worauf es ankommt:

  • Klärende Gespräche bei Konflikten nüchtern und wenn möglich tagsüber führen
  • Bei Drohungen oder Gewalt sofort die Polizei verständigen — 133
  • Nicht selbst eingreifen wenn Waffen im Spiel sind — Abstand halten und Polizei abwarten
  • Wer sich dauerhaft bedroht fühlt: Betretungsverbot und Annäherungsverbot sind rechtliche Schutzmaßnahmen — Beratung bei der nächsten Polizeidienststelle