Ein 31-jähriger Mann hat am Donnerstag in Wien-Liesing versucht, einem ihm unbekannten Mann ein hochwertiges E-Bike um rund 500 Euro zu verkaufen. Was er nicht wusste: Sein potenzieller Käufer war ein Beamter des Landeskriminalamts Wien — im Zivil und gerade im Dienst.
Angebot zur falschen Zeit am falschen Ort
Der Beamte war in der Anton-Baumgartner-Straße mit Tatortarbeit beschäftigt, als der Mann ihn ansprach und das Fahrrad zum Kauf anbot. Als Herkunft des Rades gab er an, es erst kürzlich „auf der Straße“ gekauft zu haben. Der Beamte forderte Unterstützung an, anstatt das Angebot anzunehmen.
Aufkleber führt zum rechtmäßigen Besitzer
Mithilfe eines Aufklebers am Fahrrad konnte das Geschäft ausgeforscht werden, in dem das E-Bike ursprünglich gekauft worden war. Über diesen Weg gelang es den Beamten, den rechtmäßigen Eigentümer zu ermitteln. Der 31-Jährige wurde noch vor Ort festgenommen und angezeigt. Das E-Bike wurde sichergestellt und dem Besitzer zurückgegeben.
So schützt man sein Fahrrad
Dieser Fall zeigt, wie entscheidend eine eindeutige Kennzeichnung sein kann — sie ermöglicht im Ernstfall die Rückführung:
- Seriennummer des Fahrrads notieren und fotografieren — sie befindet sich meist am Tretlager
- Fahrrad im städtischen Fahrradregister oder bei einer privaten Plattform registrieren
- Persönliche Aufkleber oder Gravuren erschweren den Weiterverkauf gestohlener Räder
- Hochwertiges Fahrrad mit zwei unterschiedlichen Schlössern sichern
- Beim Kauf eines Gebrauchtfahrrads Seriennummer prüfen — verdächtig günstige Angebote meiden
