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Wohnungsbrand in Wien-Ottakring: Zwei Kleinkinder nach Akkubrand in Lebensgefahr

Foto: Envato Elements

Am Montagnachmittag, dem 18. Mai 2026, kam es gegen 16:45 Uhr in Wien-Ottakring zu einem schweren Wohnungsbrand. Zwei Kleinkinder — ein 2-jähriger Bub und ein 3-jähriges Mädchen — wurden reglos in einem stark verrauchten Zimmer aufgefunden. Beide schweben in Lebensgefahr.

Feuerwehr rettet Kinder aus verrauchter Wohnung

Ein Atemschutztrupp der Berufsfeuerwehr Wien drang noch während der Vorbereitung der Löschleitungen in die stark verrauchte Wohnung vor und fand die beiden Kinder reglos in einem Zimmer liegend auf. Sie wurden sofort aus dem Gefahrenbereich gebracht und in einem rauchfreien Bereich reanimiert. Die Berufsrettung Wien übernahm die notfallmedizinische Versorgung. Beide Kinder wurden mit dem Wiener Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Der Brand konnte rasch gelöscht werden.

Die 14-jährige Schwester der Kinder, die zum Zeitpunkt des Brandes auf die beiden aufgepasst hatte, erlitt beim Versuch, das Feuer selbst zu löschen, leichte Verletzungen und wurde ebenfalls medizinisch versorgt.

Ursache: brennender Akku eines Handstaubsaugers

Ein Sachverständiger des Bundeskriminalamts stellte gemeinsam mit der Brandgruppe des Landeskriminalamts Wien die Brandursache fest: Der Akku eines Handstaubsaugers hatte begonnen zu brennen. Akku-Brände entstehen ohne Vorwarnung und entwickeln sich innerhalb von Sekunden zu einer lebensbedrohlichen Situation.

Akku-Brände — ein wachsendes Risiko im Haushalt

Lithium-Ionen-Akkus stecken in Staubsaugern, E-Bikes, Laptops, Smartphones und zahlreichen anderen Geräten. Sie können sich bei Defekt, Überhitzung oder unsachgemäßer Lagerung selbst entzünden — ein Phänomen das als thermisches Durchgehen bezeichnet wird. Das Feuer ist kaum zu kontrollieren und entwickelt dabei gefährliche Gase.

  • Akkus und Ladegeräte nur mit Originalprodukten oder geprüften Ersatzteilen betreiben
  • Geräte nicht unbeaufsichtigt laden — besonders nicht über Nacht
  • Beschädigte, aufgeblähte oder heiß werdende Akkus sofort aus dem Betrieb nehmen und fachgerecht entsorgen
  • Ladegeräte und Akkus nicht auf weichen Unterlagen wie Betten oder Sofas ablegen
  • Geräte mit Akku nicht in schlecht belüfteten Räumen oder versperrten Schränken lagern

Brandschutz im Haushalt — Grundregeln

  • Funktionierende Rauchmelder in jedem Zimmer installieren und regelmäßig testen
  • Kinder nicht allein mit Brandrisiken lassen — auch ältere Geschwisterkinder sind in Notfällen überfordert
  • Im Brandfall sofort den Raum verlassen, Türen schließen — nicht selbst löschen versuchen
  • Notruf 122 (Feuerwehr) sofort verständigen