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Cybersecurity in Österreich 2026: KI macht Angriffe schneller und unsichtbarer

Foto: Envato Elements

Cyberangriffe werden leiser — aber gefährlicher. Das ist die zentrale Botschaft der elften Ausgabe der Studie „Cybersecurity in Österreich“, die KPMG gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Sicheres Österreich (KSÖ) veröffentlicht hat. Befragt wurden 1.396 österreichische Unternehmen zu ihren Erfahrungen mit Cyberkriminalität und -sicherheit.

Die wichtigsten Zahlen

  • Jeder 8. Cyberangriff war erfolgreich
  • Jeder 5. Angriff fand über die Lieferkette statt
  • Jeder 3. erfolgreiche Angriff führte zu einem länger andauernden Systemausfall
  • Jeder 2. Angriff lässt sich auf organisierte Kriminalität zurückführen
  • Jeder 10. Angriff wird von staatlich unterstützten Akteuren ausgeführt
  • Jedes 4. von Ransomware betroffene Unternehmen bezahlte die Lösegeldforderungen

KI verändert die Spielregeln

Künstliche Intelligenz hat die Dynamik von Cyberangriffen grundlegend verändert. Die Zeit zwischen der Entdeckung einer Schwachstelle und ihrer Ausnutzung schrumpft auf Stunden. 47 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass KI bereits verstärkt bei Angriffen gegen ihr Unternehmen eingesetzt wird. Statt auffälliger Ransomware dominieren heute unauffällige, strategisch orchestrierte Angriffe — schwerer zu erkennen, schwerer zu stoppen.

Gleichzeitig verursachen menschliche Fehler beim Einsatz von KI neue Risiken: Bei 61 Prozent der Unternehmen führten solche Fehler bereits zu Cybersicherheits- und Datenschutzvorfällen oder Know-how-Abfluss.

Verwundbarkeit der Unternehmen

54 Prozent der befragten Unternehmen könnten im Falle eines Totalausfalls digitaler Technologien nur drei Monate weiterarbeiten. Die häufigsten Angriffsmethoden sind Malware über E-Mail-Anhänge, Phishing über Links sowie die Ausnutzung von Software-Schwachstellen.

Was das für alle bedeutet

Cyberangriffe treffen nicht nur Unternehmen — sie betreffen auch deren Kunden, Lieferanten und Partner. Datenlecks, kompromittierte Systeme und gestohlene Zugangsdaten landen früher oder später im privaten Umfeld. Grundlegende Schutzmaßnahmen bleiben daher für jeden relevant:

  • Starke, einzigartige Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Vorsicht bei E-Mail-Anhängen und Links — auch wenn der Absender bekannt wirkt
  • Software und Geräte regelmäßig aktualisieren
  • Verdächtige Vorfälle melden — Bundeskriminalamt, Cybercrime Competence Centre C4: www.bundeskriminalamt.at