Wer vor der eigenen Wohnungstür steht und nicht mehr hineinkommt, steht unter Druck — und greift oft zum erstbesten Anbieter. Genau das nutzen unseriöse Schlüsseldienste aus. Die Landesinnung der Metalltechnik der Wirtschaftskammer Wien warnt aktuell vor Anbietern, die im Notfall mit überhöhten Rechnungen und fehlender Qualifikation arbeiten.
Das Problem mit unseriösen Anbietern
Das Öffnen von Türen ist in Österreich ein reglementiertes Gewerbe — nicht jeder darf es ausführen. Unternehmen, die lediglich als „freies Gewerbe“ gemeldet sind, sind ausdrücklich nicht berechtigt, Türöffnungen durchzuführen. Trotzdem treten solche Anbieter regelmäßig auf — oft mit günstigen Lockangeboten, die sich nach der Arbeit als überteuerte Rechnung entpuppen.
Woran man unseriöse Anbieter erkennt
- Kein Nachweis einer Gewerbeberechtigung für Metalltechnik
- Keine Preisauskunft vor Beginn der Arbeit
- Druck auf sofortige Barzahlung
- Kein Firmenfahrzeug oder erkennbare Unternehmensidentität
- Keine Angabe eines Firmensitzes in Wien
So findet man den richtigen Aufsperrdienst
Die Landesinnung empfiehlt drei geprüfte Wege:
- Zentrale Notfall-Hotline für geprüfte Aufsperrdienste in Wien: 0590 900 5599 — rund um die Uhr erreichbar
- App „Mein Aufsperrdienst“ oder www.meinaufsperrdienst.at — listet zertifizierte Fachbetriebe
- KEO-Gütesiegel — zertifizierte Aufsperrbetriebe sind auf keo.at gelistet
Ein praktischer Tipp der Wirtschaftskammer Wien: Die Hotline-Nummer bereits jetzt im Handy speichern oder auf einem Zettel unter der Türmatte hinterlegen — im Ernstfall spart das Zeit und Geld.
Was tun, wenn es bereits passiert ist
Wer bereits an einen unseriösen Anbieter geraten ist, sollte konsequent handeln:
- Anzeige bei der Polizei erstatten — 133
- Meldung an Watchlist Internet: watchlist-internet.at/liste-handwerksdienste
- Konsumentenschutz kontaktieren: 01 501 650
