In Wien ermittelt das Landeskriminalamt derzeit wegen mehrerer Einbrüche und Einbruchsversuche, bei denen Täter offenbar eine ätzende Flüssigkeit einsetzen, um Türschlösser zu beschädigen. Betroffen sind bisher Wohnungen in den Bezirken Landstraße und Meidling.
Der ungewöhnliche Modus ist den Ermittlern bereits bekannt: Eine chemische Substanz wird auf das Türschloss aufgebracht, greift das Metall an und erleichtert anschließend das Aufbrechen der Tür. Die Ermittlungen laufen.
Mehrere Fälle innerhalb weniger Tage
Zwischen 6. und 11. März brachen bislang unbekannte Täter in eine Wohnung im 3. Bezirk ein. Die Wohnung wurde gezielt nach Wertgegenständen durchsucht, mehrere Kästen und zwei Möbeltresore wurden aufgebrochen. Ob tatsächlich Beute gemacht wurde, wird derzeit noch geprüft.
Im selben Mehrparteienhaus blieb es bei einer weiteren Wohnung beim Versuch.
Auch im 12. Bezirk kam es im selben Zeitraum zu einem ähnlichen Vorfall. Dort entdeckte ein Nachbar Schäden am Türschloss und verständigte die Polizei, bevor es zu einem Einbruch kommen konnte.
Säure als Einbruchswerkzeug
Nach ersten Erkenntnissen könnte es sich bei der verwendeten Substanz um Salpetersäure handeln. Diese kann Metall stark angreifen und stellt zugleich ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar.
Woran man einen solchen Versuch erkennt
Typische Hinweise können sein:
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beschädigtes oder verfärbtes Türschloss
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feuchte oder ölige Rückstände rund um das Schloss
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ungewöhnlicher chemischer Geruch
Was jetzt wichtig ist
Wer solche Spuren entdeckt, sollte die Flüssigkeit nicht berühren. Es könnte sich um eine stark ätzende Substanz handeln.
Kommt es dennoch zu Kontakt mit Haut oder Augen, gilt: sofort mit viel klarem Wasser spülen.
Außerdem empfiehlt die Polizei:
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beschädigte Schlösser sofort überprüfen lassen
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verdächtige Veränderungen an Türen ernst nehmen
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bei Auffälligkeiten umgehend den Polizeinotruf 133 verständigen
Gerade in Mehrparteienhäusern kann auch ein kurzer Hinweis an Nachbarn helfen, weitere Einbrüche zu verhindern.
