In Wien-Floridsdorf ist es am 10. April zu einem beunruhigenden Vorfall an einer öffentlichen Bushaltestelle gekommen. Ein unbekannter Mann soll einer 20-jährigen Frau eine Spritze in den Oberarm gestochen haben.
Stich und Drohung an der Haltestelle
Der Vorfall ereignete sich gegen 13:00 Uhr in der Leopoldauer Straße im 21. Bezirk. Ein 38-jähriger Mann soll die Frau unvermittelt mit einer Spritze in den Oberarm gestochen haben. Anschließend soll er ihr gedroht haben, dass sich Gift in der Spritze befinde — sie müsse ihm folgen, sonst würde sie sterben. Danach entfernte er sich vom Tatort.
Sofortfahndung und Festnahme
Die 20-Jährige verständigte umgehend den Polizeinotruf. Beamte leiteten eine Sofortfahndung ein und konnten den Tatverdächtigen noch in der Nähe des Tatortes anhalten und vorläufig festnehmen. Die Spritze wurde sichergestellt. Das Opfer wurde von der Berufsrettung Wien versorgt und in ein Krankenhaus gebracht.
Tatverdächtiger bestreitet die Tat
In seiner Vernehmung bestritt der 38-Jährige die Tat. Auf richterliche Anordnung wurde ihm durch einen Amtsarzt Blut abgenommen, um eine mögliche Übertragung von Krankheiten abzuklären. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er auf freiem Fuß angezeigt. Ermittlungen wegen Körperverletzung, schwerer Nötigung sowie vorsätzlicher Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten sind im Gange.
Richtig reagieren bei einem Angriff
- Dem Täter nicht folgen — Drohungen dieser Art dienen ausschließlich der Einschüchterung
- Sofort Polizeinotruf 133 wählen
- Sofort Rettung 144 verständigen
- Einstichstelle nicht manipulieren — medizinische Versorgung abwarten
