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Falscher Polizist überfällt Seniorin in Wien-Döbling

Foto: Envato Elements

Ein besonders perfider Betrugsfall hat sich am 16. März in Wien-Döbling ereignet. Eine 91-jährige Frau wurde Opfer einer Kombination aus Telefonbetrug und Raub in der eigenen Wohnung.

Täter täuscht Bankangestellten vor

Der Vorfall begann mit einem Anruf: Eine bislang unbekannte Person gab sich als Bankangestellter aus und behauptete, es habe unberechtigte Zugriffe auf das Konto der Frau gegeben. Unter diesem Vorwand wurde das Opfer dazu gebracht, einen Geldbetrag im niedrigen fünfstelligen Bereich von der Bank abzuheben.

Kurz nach ihrer Rückkehr meldete sich der Anrufer erneut. Diesmal kündigte er an, ein Polizist werde vorbeikommen, um das Geld sowie weitere Wertgegenstände „in Sicherheit“ zu bringen.

Täter verschafft sich Zutritt zur Wohnung

Wenig später erschien ein Mann, der sich als Polizist ausgab, und erhielt Zutritt zur Wohnung. In weiterer Folge stieß er die Frau zu Boden und entwendete Bargeld, Golddukaten sowie eine Goldkette.

Die 91-Jährige erlitt dabei eine Kopfverletzung und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Einvernahme gestaltete sich zunächst schwierig, da sich das Opfer nicht an alle Details erinnern konnte.

Die Ermittlungen werden vom Landeskriminalamt Wien geführt.

Betrugsmasche mit Gewalt eskaliert

Der Fall zeigt eine gefährliche Entwicklung: Klassische Betrugsmaschen wie „falscher Polizist“ werden zunehmend mit direkter Gewalt kombiniert. Täter bauen zunächst Vertrauen auf und nutzen anschließend gezielt Überraschungsmomente aus.

Besonders ältere Menschen geraten dabei ins Visier.

So schützt man sich vor dieser Masche

Wichtige Grundregeln:

  • Polizei oder Bank fordern niemals telefonisch Geld oder Wertsachen
  • niemals Bargeld oder Schmuck an Unbekannte übergeben
  • keine fremden Personen in die Wohnung lassen – auch nicht in Uniform ohne klare Überprüfung

Im Zweifel gilt: Gespräch beenden, selbst die Polizei unter 133 kontaktieren und den Vorfall melden.

Gerade im sozialen Umfeld lohnt es sich, ältere Angehörige regelmäßig über solche Betrugsformen zu informieren. Aufklärung bleibt der wirksamste Schutz.