Anlässlich des Welt-Adipositas-Tages Anfang März hat die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) auf die wachsende Bedeutung von Adipositas als chronische Erkrankung aufmerksam gemacht. Die Zahlen sind deutlich: Rund 51 Prozent der Erwachsenen in Österreich sind übergewichtig, mehr als 16 Prozent leben mit Adipositas.
Übergewicht und Adipositas — was ist der Unterschied?
Beide Begriffe werden im Alltag oft gleichgesetzt, medizinisch besteht jedoch ein klarer Unterschied. Grundlage ist der Body-Mass-Index (BMI), der sich aus Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat berechnet.
- Übergewicht liegt bei einem BMI zwischen 25 und 29,9 vor
- Adipositas beginnt ab einem BMI von 30
Seit dem Jahr 2000 erkennt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Adipositas als chronische Krankheit an — keine Frage mangelnder Disziplin, sondern eine Erkrankung mit komplexen Ursachen.
Welche Folgen Adipositas haben kann
Laut ÖGK kann sogenannte klinische Adipositas zu ernsthaften Folgeerkrankungen führen, darunter Diabetes, Bluthochdruck und Gelenksbeschwerden. Weltweit sind laut WHO rund 44 Prozent aller Diabetesfälle auf Übergewicht oder Adipositas zurückzuführen. Hinzu kommen psychische Belastungen durch Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung.
Auch bei Kindern und Jugendlichen zeigt sich Handlungsbedarf: 18 Prozent sind übergewichtig, 16 Prozent der Buben und 8 Prozent der Mädchen leben mit Adipositas.
Was Betroffene tun können
Nachhaltige Gewichtsreduktion gelingt laut ÖGK am besten durch strukturierte Programme, die Bewegung, Ernährung und Verhaltensänderung kombinieren. Die Österreichische Gesundheitskasse bietet Versicherten kostenlose Unterstützung:
- Programm „Leichter leben“ für Erwachsene
- Webinare zu Blutdruck, Blutzucker und Blutfetten
- Für Kinder und Jugendliche: „easykids fix“ und „easykids Intensivprogramm“
- Individuelle Ernährungsberatung in jedem Bundesland
Starkes Übergewicht sollte ärztlich abgeklärt werden — Ursachen und Begleiterkrankungen lassen sich so frühzeitig erkennen und behandeln. Mehr Informationen zu allen Angeboten auf oegk.at.
