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Bluthochdruck: Die stille Gefahr — und wie man sich schützt

Foto: Envato Elements

Rund jeder vierte Mensch in Österreich hat Bluthochdruck — doch nur die Hälfte davon weiß es. Da erhöhter Blutdruck häufig keine Beschwerden verursacht, bleibt er oft jahrelang unbemerkt. Die Folgen können schwerwiegend sein: Laut WHO zählt Hypertonie zu den führenden Risikofaktoren für Todesfälle in Österreich. Anlässlich des Welt-Hypertonie-Tages am 17. Mai macht die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) auf Früherkennung und Prävention aufmerksam.

Warum Bluthochdruck gefährlich ist

Unbehandelt schädigt dauerhaft erhöhter Blutdruck Herz, Gehirn, Nieren, Gefäße und Augen. Zu den möglichen Folgeerkrankungen zählen Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Demenz und Durchblutungsstörungen. Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Herzklopfen treten oft erst bei länger anhaltend erhöhten Werten auf — bis dahin verläuft die Erkrankung ohne jedes Warnsignal.

Welche Werte gelten als normal

Der Blutdruck besteht aus zwei Werten — dem systolischen (oberen) und dem diastolischen (unteren):

  • Optimal: unter 120/80 mmHg
  • Erhöht: 120/80 bis 139/89 mmHg
  • Bluthochdruck: ab 140/90 mmHg

Bei Werten über 180/110 mmHg und gleichzeitigen Beschwerden sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Wie man richtig misst

Regelmäßige Blutdruckmessungen sind der einfachste Weg zur Früherkennung. Für ein aussagekräftiges Ergebnis gilt: kurze Ruhephase vor der Messung, passende Manschettengröße, Messen auf Herzhöhe — und mehrere Messungen hintereinander.

Was das Risiko erhöht

Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen Übergewicht, Bewegungsmangel, hoher Salz- und Alkoholkonsum, chronischer Stress sowie Nikotinkonsum. Auch erhöhte Cholesterin- und Blutzuckerwerte spielen eine Rolle. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko zusätzlich, da die Elastizität der Blutgefäße abnimmt.

Was jeder selbst tun kann

Prim. Dr. Johann Sipötz, Kardiologe am Hanusch-Krankenhaus der ÖGK in Wien, betont: Regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung, weniger Salz, Nikotinverzicht und ein bewusster Umgang mit Stress wirken sich nachweislich positiv auf den Blutdruck aus. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, können ärztlich verordnete Medikamente zusätzlich helfen.

Kostenlose Angebote der ÖGK

  • Workshop „Leichter leben – Blutdruck im Griff“ — umfassende Informationen zu Risiken, Lebensstilfaktoren und individuellen Maßnahmen
  • Blutdruckbroschüre und Blutdruckpass — kostenlos bestellbar auf oegk.at